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Geschichte-Kurs besucht Bereitschaftspolizei
 
Unter Führung ihres Kursleiters besuchten die Schüler aus der Q 12 die Ausstellung "Die Münchner Polizei und der Nationalsozialismus" welche für einige Wochen in der Unterkunft der VII. Bereitschaftspolizeiabteilung zu sehen war.
In dieser, von einem Arbeitskreis der Polizei verwirklichten Ausstellung fanden die Schüler wertvolle Hinweise über die Bedeutung der Polizei bei der sogenannten Machtergreifung und der Einrichtung des NS-Terrorregimes. Unter den Augen der Münchner Polizei  konnte sich die antidemokratische NSDAP  bis zum Hitler-Putsch unbehelligt entwickeln. Heinrich Himmler legte hier sogar als erster nationalsozialistischer Polizeipräsident den Grundstein zu seiner Karriere. Während der NS-Zeit wandelte sich die Funktion der Polizei völlig. Ihre Aufgabe war es nun nicht mehr, den Bürger vor Rechtbrüchen
zu schützen, sondern sie hat die "Volksgemeinschaft" vor angeblichen Verbrechen durch politisch Andersdenkende zu bewahren.

Nach der NS-Zeit, so konnten die Schüler den Schautafeln entnehmen, wurden viele Beamte wegen ihrer Mitgliedschaft in der NSDAP entlassen. Es dauerte jedoch einige Zeit bis bei allen Beteiligten die Abkehr von Denkmustern aus der Zeit von 1933 bis 1945 erfolgt war.
Herr Lehner von der Sulzbach-Rosenberger Bereitschaftspolizei führte die Schüler und Schülerinnen nicht nur durch die Ausstellung sondern erläuterte auch deren Ziele:
Neben der Kenntnis der Vorgänge bei der "Machtergreifung" soll auch das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass die Demokratie eine schutzbedürftige politische Ordnung ist. Die Polizei hat den Auftrag, diese Ordnung zu schützen. Um diesen Auftrag erfüllen zu können bedarf es wachsamer Mitmenschen welche den Wert der Demokratie kennen und dafür eintreten.
 
Ludwig Nerb

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