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Das Bücherparadies
 
Am 10.5. besuchte der katholische Teil der 10. Jahrgangsstufe eine Führung durch die Ausstellung »Paradeyß. Herkunftsahnungen - Zukunftshoffnungen«, die bis Ende Juni mit einer Fülle von Buchillustrationen aus mittelalterlichen Handschriften und Frühdrucken zum Thema »Paradies« in der Staatlichen Bibliothek in Amberg aufwartet. Neben interessanten Details zu den ausgestellten Exponaten, wie zum Beispiel Ausstellungsstücke, deren Versicherungssummen im dreistelligen Eurobereich liegen oder eines der größten je gedruckten Bücher, ging es vor allem um die Frage, welche Bilder sich die Menschen früherer Epochen von diesem schillernden Traum-Ort entwarfen.
So erfuhren wir beispielsweise, wie der Paradiesvogel zu seinen Namen kam und warum die Bananenstaude von frühen Botanikern für den Baum der Erkenntnis gehalten wurde und das Paradies bis heute im wissenschaftlichen Namen trägt. Ebenso waren zahlreiche Karten zu sehen, die den geografischen Ort des Paradieses zu wissen glauben.
Der letzte Bereich der Ausstellung ist dem christlichen Jenseits gewidmet, das ebenfalls oft mit diesem Traumland assoziiert wird. Die Darstellungen dieser Abteilung zeigen den Himmel als Rückkehr zum legendären Ort der Erschaffung des Menschen.
Am Beginn der Schau stehen Illustrationen des biblischen Schöpfungsmythos, der die Basis für alle weiteren Ideen der Buchkünstler darstellt. Der Baum der Erkenntnis, Adam und Eva stehen hier jeweils im Zentrum eines Bildtypus, der immer mehr vereinheitlicht wurde und unser Bild vom Garten Eden als einem idealen Ort bis heute prägt. Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Einfluss des Begriffs auf die entstehenden Naturwissenschaften. Zuletzt hatten die Schüler noch die Möglichkeit die Bücher selbst in Augenschein zu nehmen und den barocken Lesesaal der Provinzialbibliothek, der ein großes Deckenfresko mit einer Abbildung des Garten Eden zeigt, weiter zu erkunden.

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