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Montessori-Pädagogik als Thema des Biologieunterrichts
 

"Hilf mir, es selbst zu tun.
Zeige mir, wie es geht.
Tu es nicht für mich.
Ich kann und will es allein tun.
Hab Geduld meine Wege zu begreifen."
Zitat Maria Montessori
Der Biologie-Unterricht der 9. Jahrgangsstufe enthält als Lerninhalte u.a. die Themenbereiche Gehirn und Nerven, Sinne und Hormone. Hierzu zählt dann auch Stress, ein für viele Schüler (und Lehrer) häufiger auftretendes, eher unangenehmes Phänomen. Bei den Möglichkeiten der Stressbewältigung stießen wir im Unterricht der Klasse 9F1 auch auf alternative pädagogische Ansätze und luden zu diesem Zweck zwei ausgebildete Erzieherinnen der privaten Montessori-Kita Sulzbach-Rosenberg ein. Die beiden Damen - Thea Luber-Schlegl und Simone Dietrich - kamen an einem Montagnachmittag in das HCA-Gymnasium, um den Schülerinnen und Schülern der Klasse 9F1 Erziehungsansätze und damit auch Stressbewältigung nach den Theorien von Maria Montessori zu erläutern.
Zahlreiche Materialien waren auf den vorderen Bankreihen sowie am Boden verteilt, als die Schüler neugierig den Saal betraten. Lothar Sandig, Biologielehrer der Klasse 9F1, stellte die Referentinnen den Schülern vor und überließ ihnen seinen Platz. Thea Luber-Schlegl übernahm den Hauptpart im Gespräch. Ziel war es, den Jugendlichen die Unterschiede zwischen "Regelpädagogik" und "Montessoripädagogik" näher zu bringen, speziell bezogen auf die Erziehung in Kindergärten. Dabei betonte Frau Luber-Schlegl auch, dass dies keine Wertung enthalten solle und dass beide Systeme zu guten Schulkindern führen können.
Wichtig ist in der Montessori-Erziehung, dass Kinder alle ihre Sinne benützen, dass sie lebenspraktische Fähigkeiten bekommen, ihren Sprachschatz erweitern und ihre nähere Umgebung besser kennenlernen, verstehen und schätzen.
Das Ziel sind schulfähige Kinder, die möglichst selbstständig sind, ein hohes Selbstwertgefühl haben und Freude am Lernen zeigen. Dabei versucht man, die Stärken der Kinder zu stärken und hilft den Kinder, Dinge selbst zu tun, auch wenn es vielleicht zunächst länger dauert. Die Gruppen sind üblicherweise etwas kleiner als im "Regelkindergarten", dafür sind die Kosten für Eltern eventuell höher. Kinder sollen neugierig gemacht werden auf das Lernen, Lernfreude soll aufgebaut und erhalten werden und auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen - mit Stress hat dies dann sicher nichts zu tun.
Im Anschluss an die theoretischen Ausführungen demonstrierten die beiden Referentinnen ihre Vorgehensweisen anhand der zahlreichen mitgebrachten Materialien wie:
l unterschiedlich lange zweifarbige Stäbe für mathematische Übungen
l Bilder und Symbole
l Spielsachen jeglicher Art "vom Greifen zum Begreifen"
l zahlreiche Türme...
Den Schülern wurden auch Möglichkeiten zum Stellen von Fragen sowie für praktische Untersuchungen gegeben, wobei leider letztendlich die Zeit zu gering angesetzt war.
Mit einem kräftigen Applaus und einem kleinen Dankeschön-Präsent, überreicht vom Biologielehrer, wurden Frau Luber-Schlegl und Frau Dietrich verabschiedet.


Lothar Sandig
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