Zurück
Schülerwoche bei Fraunhofer UMSICHT
 
Von 10. bis 14. März 2014 besuchten 18 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Herzog-Christian-August-Gymnasiums auf Einladung von Institutsleiter Prof. Dr. Andreas Hornung das Fraunhofer-Institut Umsicht Sulzbach-Rosenberg und konnten so einen Blick hinter die Kulissen eines Forschungsinstituts werfen. Mit dabei war auch eine Schülergruppe von der Georg-August-Zinn-Schule Reichelsheim aus dem Odenwald.
Wie sieht eigentlich der Berufsalltag in einem Forschungsinstitut aus? Woran wird geforscht und was für eine technische Ausstattung gibt es dort? Diesen Fragen gingen die Schüler auf den Grund und haben sich das vielfältige Aufgabenfeld und die wissenschaftlichen Schwerpunkte von Fraunhofer UMSICHT angesehen.
Die Wissenschaftler von Fraunhofer UMSICHT stellten ihre Arbeit vor und zeigten den Schülern, mit welchen Themen sich die Abteilungen beschäftigen. In Workshops konnten die Schüler Interessantes über die Technologien des Instituts erfahren.

Neben der Vorstellung des Forschungsinstituts Fraunhofer UMSICHT fanden Besichtigungen von Wirtschaftspartnern in der Region wie Grammer Solar, der E.ON Bioerdgasanlage, der Müllverbrennungsanlage in Schwandorf und des Rohrwerks Maxhütte statt. Außerdem stand ein Besuch an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden auf dem Programm.

Zukünftig soll die Schülerwoche jährlich bei Fraunhofer UMSICHT stattfinden, um möglichst vielen Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit zu geben, sich über einen Arbeitsplatz in der Forschung zu informieren.

Die Schülerinnen und Schüler des HCA-Gymnasiums bedanken sich bei allen Beteiligten für die äußerst interessante Woche am Fraunhofer-Institut. Es hat allen sehr gut gefallen.

OStR KlausMeidenbauer, StR Tobias Trottmann (Bilder)



In den folgenden Zeilen berichten die Schüler über das Erlebte an den einzelnen Tagen:


Montag, 10.03.2014
Heiße Öfen im Institut - Schülerwoche bei Fraunhofer UMSICHT
Am Montagnachmittag starteten einige Schüler des Herzog-Christian-August-Gymnasiums (HCA) in Sulzbach-Rosenberg und Schüler der Georg-August-Zinn Schule aus Reichelsheim (Odenwald) in die erste spannende Schülerwoche am Fraunhofer-Institut UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg.
Nach der Begrüßung und den ersten Informationen über die Forschungseinrichtung durch Herrn Gerold Dimaczek ging es ans Eingemachte. Heiße Öfen, Pepple-Heater, Natriumacelattrihydrat. Auf all das und vieles mehr stößt man in den vier Wänden des Instituts. Danach begannen die Führungen über das Werksgelände und die Technikumshallen. Schnell wurde klar, dass die Lösungen der Zukunftsprobleme hier in den Startlöchern stehen. Das Institut beschäftigt sich mit Verbrennung und Verbrennungsanlagen, Energiegewinnung aus Biomasse und Beschichtungsmöglichkeiten verschiedener Stoffe. Die zwei sympathischen, wissenschaftlichen Mitarbeiter Martin Meiller und Christoph Weih, die die Führungen leiteten, überlieferten fachkundige Informationen über ihre Forschungen und weckten die Neugier für die nächsten Tage. Abschließend präsentierte Prof. Dr. Andreas Hornung seine Arbeiten in England und Deutschland und seine Aufgaben als Institutsleiter. Insgesamt ein interessanter und aufschlussreicher Einstiegstag, der Lust auf mehr macht.

Verfasst von:
Thomas Melzer, Christina Graf, Charlotte Wasmuth, Laura Stemp, Robin Nezami, Patric Rebert


Dienstag, 11.03.2014
Lange Rohre, heiße Öfen
Am Dienstag besichtigten wir das Rohrwerk der Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg. Nach einem kurzen einführenden Film erkundeten wir das Rohrwerk in zwei Gruppen. Wir durchliefen die Produktionsschritte von Metallblock bis hin zum fertigen Rohr. Es war faszinierend zu beobachten, welche Kräfte aktiviert werden müssen, um das Rohr zu bearbeiten. Hautnah erlebten wir die heiße und laute Arbeitsatmosphäre. Nach der Belastung durch die Lautstärke und die Hitze im Werk freuten wir uns zunehmend auf das leckere Essen in der Kantine. Auf die kurze Pause folgte ein Besuch bei Grammer Solar in Amberg.
Vor Ort erhielten wir einen umfangreichen Vortrag über die Arbeiten von Grammer Solar. Ein ehemaliger, langjähriger Mitarbei-ter brachte uns die umfangreiche Nutzung von Solartechnik nahe. Dank des sonnigen Wetters war die Demonstration nicht schwer. Nach einer kurzen Rückfahrt zum Fraunhofer-Institut UMSICHT stellten die Abteilungsleiter ihre Anwendungsbereiche vor. Dadurch erhielten wir einen genaueren Einblick in die Forschungsbereiche von UMSICHT. Während der sechs Vorträge machte sich der anstrengende Tag bemerkbar. Am Ende dieses informativen Tages ging es für uns um 17.30 Uhr nach Hause bzw. in die Unterkunft.

Verfasst von:
Alexander Kuschmierz, Korbinian Graf, Marie Schnellbächer, Hannes Kilthau, Tassilo Pitrasch, Michael Ruhland
Mittwoch, 12.03.2014
Neuer Tag - neues Wissen
Einmal Schule muss in dieser Woche auch sein - so besuchten wir die Ostbayerische Technische Hochschule in Amberg. Herzlich empfangen wurden wir durch Prof. Mario Mocker, der uns den Aufstieg der Hochschule und ihr breites Spektrum näher brachte. Aufgrund der Semesterferien war die Hochschule verhältnismäßig leer und so wurde es uns ermöglicht, die einzelnen Fachbereiche ungestört zu besichtigen. Dabei sind wir auf das Vorzeigeprojekt der Hochschule gestoßen. Eine Gruppe junger Studenten, die mit Ehrgeiz an einem modernen Rennauto basteln.
Wie auch die ganze Woche über lag der Fokus auf innovativen Umwelttechniken. Besonders interessant war der 3D-Drucker, da wir so ein Gerät noch nie in Aktion erlebt haben. Nach dem freundlicherweise, kostenlosen Mittagessen an der Ostbayerischen Technischen Hochschule ging es zurück zum Fraunhofer-Institut UMSICHT. Dieses Mal wurde es uns ermöglicht, dass wir die Untersuchung neuer Werkstoffe, als auch die Suche nach neuen effizienten Brennmaterialien begleiten konnten. Wir durften bei der Verbrennung die unterschiedlichen Emissionen betrachten und diverse Filter untersuchen. In der anderen Abteilung wurde ein Material mit einem besonderen Verfahren beschichtet. Anschließend wurden uns die Teilschritte der Analytik, des zuvor beschichteten Materials, genauer erklärt. Dabei sahen wir auch unterschiedliche Mikroskope, die zum Staunen führten.

Verfasst von:
Kristina Graf, Robin Büttner, Roman Dehling, Nicolas Preiß, Milena Förster, Moritz Gunkel
Donnerstag, 13.03.2014
Alles Müll? - ein Tag im Zeichen der Müllverwertung
Donnerstagmorgens. Der Nebel steht noch in den Tälern, die Schüler sind müde und kraftlos, der Busfahrer trinkt seine zehnte Tasse Kaffee und startet den Motor.
9:00 Uhr: Tatort Schwandorf, Müllverbrennungsanlage
Nach einer interessanten Einführung werden wir in die gigantischen Hallen des Müllbunkers geführt. Trotz der riesigen Mengen an Haus- und Industriemüll registrieren weder Hessen noch Bayern mysteriösen Geruch. Die leitende Ermittlerin begründet dies mit dem ausgeklügelten Luftzustromsystem für die vier Verbrennungsöfen. Danach dürfen wir alle einen Blick in das Höllenfeuer von Ofen 4, dem größten aller Öfen, werfen. Nach diesem Eindruck im Gedächtnis geht es nun in schwindelerregende Höhen auf die Aussichtsplattform. Dort können wir die Aussicht über die Anlage und die Stadt Schwandorf genießen.

Doch wozu dient der ganze Aufwand der Müllverbrennung und wieso kann man ihn nicht einfach auf Deponien lagern? Die Antwort darauf lautet: Müll ist Energie! Nicht nur die Abwärme der Öfen kann als Fernwärme genutzt werden, sondern auch der heiße Dampf kann der Stromerzeugung dienen. Aber nicht nur aus Müll kann nutzbare Energie gewonnen werden, sondern auch aus biogenen Reststoffen der Landwirtschaft.

Dies führt uns nun zum zweiten Tatort dieses Tages, nämlich der E.ON Bioerdgasanlage.

Hier wird uns anschaulich der Weg von Mais zu Bioerdgas erklärt. Nun werden wir in zwei Ermittlerteams aufgeteilt, um somit den Tatort besser erkunden zu können. Wir konnten eine große Anzahl verschiedener Anlagen sehen. Den spannenden Arbeitstag beendeten wir mit einem Meeting im Fraunhofer-Institut UMSICHT, bei dem das Erlebte nachbesprochen wurde.

Verfasst von:
Lena Erhard, Anne Hanfbauer, Moritz Kerler, Tobias Kusch, Jonas Wendel
CMS-Version 3.4.4 - Webdesign-Gruppe des HCA und Herr Schraml
Valid HTML 4.01 Transitional   CSS ist valide!