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Zusammenarbeit Schule und Universität
 

JungChemikerForum Regensburg - Schnupperpraktika für Oberstufenschüler


Alljährlich wird einer begrenzten Zahl von Schülern die Möglichkeit gegeben, für zwei Tage die Schule gegen die Universität auszutauschen. Vier Schüler (eigentlich wollten noch mehr) fuhren daher im Herbst 2013 für zwei Tage an die Universität Regensburg, wo ihnen Einblicke in die "echte" Chemie ermöglicht wurden. Im Folgenden geben die vier Schüler (darunter eine Dame) ihre Eindrücke wieder:

- Die Veranstaltung war - bis auf die Anreise - gut organisiert und hat gut gefallen
- Gruppen wurden variabel zusammengesetzt, geführt durch kompetente Leiter
- Aufschlussreiche Gespräche mit Professoren waren möglich in allerdings viel zu kleinen Gruppenräumen
- Versuche waren meist erfolgreich und spannend; individuelle Auswahl der Experimente je nach Interessenlage war möglich
- Praktikum ist grundsätzlich sehr empfehlenswert für interessierte Chemieschüler, da ein Einblick in die Praxis der Chemie gegeben wird und man studienspezifische Informationen erhält.

Tobias Bauer, Florian Meurer, Matthias Wismeth, Q12

Schülertag Chemie zum Thema Primäre Nachhaltigkeit im Chemie-Unterricht
(Exkursion der Klasse 10LS (NTG) an die Universität Regensburg)


Mit der Frage, was Nachhaltigkeit eigentlich mit dem Chemieunterricht zu tun hat, beschäftigen sich einige Chemiestudenten an der Universität Regensburg. Diese haben zusammen mit ihrem Dozenten Robert Engel ein kleines Seminar und ein Skript erstellt, die für den gymnasialen Schulunterricht ausgelegt sind. Als nun Herr Sandig dem NTG-Teil der Klasse 10LS eine Exkursion zu diesem Seminar nach Regensburg vorschlug, waren alle sofort dafür, wobei sich natürlich sofort versteht, dass das Thema das Interesse weckte und nicht der "schulfreie" Tag. Wir bekamen den Zuschlag der Universität und am 29. Januar 2014 fuhr Herr Sandig "allen Warnungen aus verschiedenen Kreisen zum Trotz" mit uns nach Regensburg an die Uni, zuerst mit der Bahn und anschließend mit dem Bus.

Und - welch Wunder - alle kamen gesund an. Angekommen am Lehrstuhl für Didaktik der Chemie wurden zum besseren Verständnis drei wichtige Faktoren herausgearbeitet, von denen Nachhaltigkeit in der Chemie abhängt: Qualität der Substanz, Quantität der Substanz und Energiebedarf. Im Zentrum des Seminars standen drei Versuche zu diesen Aspekten:
- Bei der Herstellung einer Stärkefolie wurde die Wichtigkeit der Qualität von Produkten veranschaulicht, indem die Schüler eine herkömmliche Plastikfolie und die selbst hergestellte Stärkefolie miteinander verglichen. Unter Berücksichtigung von vier Kriterien (nachwachsende Ausgangsstoffe, Langlebigkeit, Recyclingfähigkeit, Toxizität) ist die Stärkefolie im Vergleich zur konventionellen Folie nachhaltiger.
- Die Auswirkungen der eingesetzten Menge (die Quantität) der Substanz auf die Nachhaltigkeit wurden durch die Reaktion von Zink mit Salzsäure untersucht. Die Schüler verglichen mit Microscale-Variante, einen Versuch mit geringem Stoffeinsatz, mit der Macroscale-Variante, einem Versuch mit großem Stoffeinsatz. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Microscale-Versuche generell für den Schulunterricht geeignet und darüber hinaus auch nachhaltig sind, wobei Versuche im großen Maßstab Vorteile bezüglich der Veranschaulichung aufweisen.
- Durch das parallel ablaufende Erhitzen von Wasser auf 100C mit Hilfe eines Mikrowellen-Geräts, eines Ölbads und eines Heizmantels sollte der Einfluss des Energiebedarfs auf die Nachhaltigkeit einer chemischen Reaktion gezeigt werden. Die Mikrowelle benötigte 2 min., der Heizmantel 8 min. und das Ölbad 30 min. Es gilt: Je geringer der Energiebedarf einer Reaktion ist, desto nachhaltiger ist sie.

Die Klasse arbeitete mit großem Interesse an den Versuchen, was auch Herrn Sandig freute. Sein Mut, mit uns Nachwuchschemikern dieses Seminar auszuprobieren, hatte sich ausgezahlt.
Sebastian Brandl, 10LS
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