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Geschichtenerzählerin aus Südfrankreich am HCA
 
Die Erzählerin Catherine Bouin war erstmals Gast am Gymnasium, wo sie mit ihren Weisheiten, Geschichten und kleinen Rätseln aufmerksame Schüler fand.
Aus Südfrankreich war eine Geschichtenerzählerin, die „Conteuse“ Catherine Bouin angereist, um die Französischschüler des HCA-Gymnasiums mit Geschichten, Anekdoten, Weisheiten und kleinen Rätseln aus aller Welt zu begeistern. Direktor Dieter Meyer begrüßte anlässlich des deutsch-französischen Tages herzlich und erstmals den Gast. Er freue sich über den „Motivationsschub“, den ihr Besuch bei den Schülern sicher auslöse und wünschte dem Vormittag einen guten Verlauf.
Auch die beiden großen Fahnen Frankreichs und Deutschlands im zentralen Treppenhaus verwiesen auf die große Bedeutung der Unterzeichnung des Elyséevertrags am 22.1.1963 durch den französischen Präsidenten Charles de Gaulle und den deutschen Kanzler Konrad Adenauer. Selbstverständlich war die damals beendete „Erbfeindschaft“ auch Thema im Unterricht gewesen.

Als kulinarische Reminiszenz an das Nachbarland bot Simone Bernreuther in der Schulkantine darüber hinaus Flammenkuchen in zwei Varianten an, was sich als „Renner des Tages“ erwies.

Bereits seit 20 Jahren ist Frau Bouin in Frankreich und Deutschland unterwegs, um Kindern und Erwachsenen in leichter und lehrreicher Art und Weise Freude am Französischen und manche Einsicht zu vermitteln.

In bestem Französisch und mit „Leib und Seele“ erzählt, erstanden an diesem Vormittag vor den Augen der Schüler von der 6. bis zur 11. Jahrgangsstufe die liebenswürdigen Gestalten des Gustavins oder manch anderer „Helden“. Vor den Augen der Schüler spazierte auch ein Junge, dem sein Vater beim viermaligen Ritt auf den Marktplatz bewies, dass man seiner eigenen Berufung folgen müsse und nicht nach dem Gerede der Leute gehen darf. Gespannt folgte man auch der Geschichte eines Mannes, dem Gott mehrere Hilfen gesandt hatte, welche dieser aber nicht begriff und schlimm endete.
Bouins kluge Worte fanden dabei stets aufmerksame, offene Ohren. So erfuhren die Schüler, dass „bonheur und malheur“, Glück und Unglück, oft schlecht zu unterscheiden seien und sich leicht das eine ins Andere verkehren kann. Mit den Liebenden, welche zu wenig mit einander geredet hatten, und so beide zu tiefst enttäuscht wurden, wurde gelitten. Dann freute man sich wieder über eine Liebe, die über alle Widrigkeiten siegt und für die Standhaften traumhaft, doch für die Neidischen fatal endet.

Verblüffend waren auch manche Erzählungen aus dem Orient, wie die des klugen Richter, dem es intelligent gelang 17 Kamele zum halben, drittel und neunten Teil an die Erben zu verteilen, indem er sein eigenes vorübergehend dazustellte.
Kleine, einfache Rätsel forderten alle heraus und ein befreiendes Lachen folgte immer der meist verblüffenden Lösung.
In der Oberstufe zeigte die Conteuse anhand einer großen Landkarte die Bedeutung der Frankophonie weltweit auf und mit der „soupe aux cailloux“, der Steinsuppe aus Quebec oder der „Djebel-amour“ aus Algerien, die große Vielfalt der Volksweisheiten. Zwei der berühmtesten Fabeln von Jean de la Fontaine, die von der „Zikade bzw. Grille und der Ameise“ und die vom „Raben und dem Fuchs“ trug sie ebenfalls vor. Gerne beantwortete sie noch die interessierten Fragen der Schüler nach ihrem Werdegang und ihrer Arbeit.

Die Fachbetreuerin Frauke Reiß bedankte sich herzlich bei Catherine Bouin und betonte mit einem „Au revoir“, dass alle sich ein Wiedersehen wünschen.

(Frau Moosburger)

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