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Ostern in Polen – „A Taste of Different Cultures“ in Kedzierzyn-Kozle
 
Wer in Polen keine Pierogi probiert, schaut sich in Paris auch den Eifelturm nicht an, davon sind die Schüler des Herzog-Christian-August-Gymnasiums (HCA) überzeugt. Die Teilnehmer am EU-geförderten „Comenius“-Projekt durften beim Besuch ihrer Partnerschule in Kedzierzyn-Kozle polnische Kultur, gelebtes Brauchtum und herzerwärmende Gastfreundschaft hautnah erleben.
Seit nun über einem Jahr setzen sich die Zehntklässler unter dem Arbeitstitel „A Taste of Different Cultures“ mit den unterschiedlichen Kulturen und landestypischen Traditionen in Europa auseinander. Zusammen mit Studienrat und Projekt-Initiator Alexander Voss ging es den Gymnasiasten nicht nur darum, sich theoretisches Wissen anzueignen, sondern ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Land und Leuten zu machen. Dazu bereisen die Schüler im Laufe des Projekts die Heimatländer ihrer fünf Partnerschulen in Vezirköprü, Guyla, Paternó, Kedzierzyn-Kozle und Villanueva de los Infantes.
Nach Besuchen in Ungarn, der Türkei und Italien machten sich die Gymnasiasten zusammen mit ihren Betreuungslehrern Angela Deichler und Alexander Voss auf den Weg nach Polen, der vorletzten Station ihres Projekts.
Die Gäste aus Sulzbach-Rosenberg wurden mit einem großen Fest willkommen geheißen. Neben traditionellen polnischen Liedern und Volkstänzen, wurde auch Osterbräuche der schlesischen Region vorgestellt. Nach einem Empfang bei der Bürgermeisterin konnten die Schüler bei einer Stadtführung erste Eindrücke von Kedzierzyn-Kozle gewinnen. Ein Ausflug nach Opole, der Geburtsstadt von Miroslav Klose, stand ebenso auf dem Programm wie der Besuch des „polnischen Neuschwansteins“, des Schlosses in Moszna.
Gemeinsam mit ihren Projektpartnern aus den anderen Teilnehmerländern nahmen die Herzogstädter an verschiedenen Workshops teil. So lernten die Jungen und Mädchen dabei unter anderem, wie Ostereier mit einer speziellen Wachstechnik aufwendig verziert werden und wie Pierogi, süß oder pikant gefüllte Teigtaschen aus Hefe-, Blätter- oder Nudelteig, gemacht werden.
Die Gastfamilien bereiteten den „Familienmitgliedern auf Zeit“ einen unvergesslichen Aufenthalt in Polen. Zusammen mit den Oberpfälzer Schülern fuhren sie nach Breslau, besichtigten ein Salzbergwerk oder schauten einem Süßigkeiten-Hersteller über die Schulter; und ganz nebenbei entstanden viele neue Freundschaften.
Nach einem tränenreichen Abschied machte die Gruppe auf dem Rückweg nach Deutschland noch einen kurzen Zwischenstopp in Krakau. Bei einem Bummel durch die Stadt besichtigten sie das jüdische Viertel, die Tuchhallen und das Königsschloss.
Artikel von Katrin Stadlbauer für die SRZ

(Herr Voss)
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