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Exkursion der 9. Klassen zum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg
 
Die neunten Klassen des HCA Gymnasiums machten sich am 02.07.2015 nach Nürnberg zum Reichsparteitagsgelände auf, um einen Eindruck von den gewaltigen Bauten und der dahintersteckenden Ideologie zu gewinnen. Neben zwei Geländeführungsgruppen durften sich zwei weitere Schülergruppen mit dem Programm „Worte aus Stein“ beschäftigen. Hierbei hatten die Schüler Gelegenheit, das Gelände selbstständig in Gruppen zu erkunden und sich mit einem vorgegebenen Aspekt zu beschäftigen. Ganz nach dem Prinzip „Schüler führen Schüler“ leiteten sie anschließend mit Unterstützung einer Führungskraft die Geländeführung mit ihren erarbeiteten Materialien. Zur Vertiefung der schulischen Lerninhalte wurden zum Beispiel die Reichsparteitage, die jährlich im September in Nürnberg stattfanden und als Massenaufmärsche und Paraden der Partei dienten, aufgegriffen. Um den Schülern die Größendimensionen vor Augen zu führen, wurden die nicht fertiggebaute Kongresshalle, die Große Straße und das Zeppelinfeld besichtigt. Nicht zuletzt wurden antike Gebäude, wie beispielsweise das Kolosseum, als Vorbild für die nationalsozialistische Architektur verwendet. Die beabsichtige Wirkung bestand darin, dem „Dritten Reich“ schon durch seine Erscheinung eine welthistorische Bedeutung zuzusprechen.

Die Kongresshalle ist einer der größten erhaltenen Bauten aus der Zeit des Nationalsozialismus. Der Bezug auf ein antikes Vorbild ist hier unverkennbar. Als Baumaterial wurde Granit verwendet, das für die Ewigkeit stehen sollte. Hier sollten jedes Jahr Parteikongresse mit riesigen Menschenmengen stattfinden. Mit einer Länge von zwei Kilometern und einer Breite von 60 Metern sollte die Große Straße nicht nur als Verbindung zwischen dem entstehenden Märzfeld und dem nördlichen Teil des Parteitagsgeländes mit Kongress- und Luitpoldhallte dienen, sie war auch als Paradestraße für Wehrmacht und Reichsarbeitsdienst vorgesehen und sollte auf beiden Seiten mit niedrigen, stufenförmigen Stehtribünen für Zuschauer eingefasst werden. Der wichtigste Veranstaltungsort der Parteitage im „Dritten Reich“ war das Zeppelinfeld mit der großen Tribüne. Die Nationalsozialisten nutzten den Platz erstmals 1933 für Aufmärsche im Rahmen des Parteitags. Heute wird das Gelände regelmäßig durch die Stadt Nürnberg gepflegt und zu Bildungszwecken und zur Freizeitgestaltung genutzt.

Am Ende dieses informativen und beeindruckenden Vormittages waren sich die Schüler über die Wirkung der nationalsozialistischen Architektur einig und zeigten sich sichtlich beeindruckt:

„Die Gebäude hatten eine überwältigende Wirkung. Allgemein wirkten die Straßen und Plätze bedrückend, aber dennoch eindrucksvoll.“
„Die Nationalsozialisten waren größenwahnsinnig!“
„Es wirkte auf mich größenwahnsinnig, unwirklich, mächtig, riesig, aber auch irreal.“
„Es war alles recht beängstigend und einschüchternd.“
„Ich fühlte mich klein und winzig in den überdimensionalen Gebäudekomplexen.“


Nach diesem erlebnisreichen und heißen Vormittag konnten sich die Schüler anschließend mit einem Eis in der Innenstadt abkühlen, bevor es wieder auf den Nachhauseweg ging.

(StRefin Christina Schaller)
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