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Reif für die Insel – Sprachreise nach England
 
Fast am Ende des Schuljahres 2014/15 angelangt, war es endlich wieder soweit. Die lang herbeigesehnte Sprachreise nach England, die in diesem Schuljahr zum zweiten Mal durchgeführt wurde, stand für die Schüler der 8. Jahrgangsstufe auf dem Programm. Nach dem vorangegangenen Notenschluss waren sich fast alle einig, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes reif für die Insel sind.
Unter Leitung von StD Bärbel Ströhl, Fachbetreuerin für Englisch, fanden sich am Sonntag, den 12.07.2015 früh morgens um 5:30 Uhr neben den 91 Schülern auch die weiteren Englisch Lehrkräfte der 8.Klassen, StD Ludwig Räß, StR Markus Dirscherl, StRin Lisa Steiner, StRin Doris Dikan und StRefin Anna Hench an der Bushaltestelle der Schule ein.
Zwar waren die Schüler von der kurzen Nacht noch etwas verschlafen, aber die Vorfreude auf eine Woche England – dem Land, von dem sie in den letzten Jahren im Englisch Unterricht in der Theorie schon so viel erfahren haben - überwog. Schließlich konnten sie in der kommenden Woche den British Way of Life hautnah miterleben und ihre bisher erworbenen Englischkenntnisse in real life situations unter Beweis stellen.
Zunächst musste jedoch eine ca. 15-stündige Busfahrt samt Fährüberfahrt von Calais nach Dover überstanden werden, bevor die Schüler in Hastings – unserer Basisstation – auf ihre Gastfamilien trafen.
An den kommenden Tagen stand für die Jugendliche ein straffes Programm mit vielseitigen Tagesausflügen auf dem Plan, damit sie in dieser Woche möglichst viel von Land und Leuten kennenlernen konnten. Die Schüler wurden morgens an diversen pick-up points von unseren beiden Busfahrern abgeholt und abends dort wieder abgesetzt.
Am ersten Tag war vormittags eine Wanderung entlang der steilen und wunderschönen Kreideküste von Beachy Head bis Birling Gap geplant. Allerdings zeigte sich dort das Wetter von seiner typisch britischen Seite – foggy and rainy. Aufgrund der schlechten Sicht wurde spontan umgeplant und der Nachmittagsprogrammpunkt – Guided Walking Tour in Brighton - vorgezogen. Drei erfahrene local guides führten die Schüler durch die schrille und bunte Stadt und veranschaulichten ihnen die rasante Entwicklung Brightons von einem kleinen Fischerdorf in das größte und wohl bekannteste Seebad Englands. Die Hauptattraktionen der Tour waren neben dem Brighton Pier und dem Royal Pavillion die sogenannten Lanes, die engen Gassen mit den vielen originellen Shops. Jedoch blieb kaum Zeit zum Shoppen, denn das Wetter besserte sich und so sollte zumindest ein abschließender Fotostopp an den weißen Kreidefelsen in Birling Gap und den Seven Sisters nicht fehlen.
Das Highlight für viele Schüler war sicherlich der Besuch der britischen Hauptstadt am nächsten Tag. Die Busfahrer brachten uns in den Stadtteil Greenwich, durch dessen Sternwarte der Nullmeridian verläuft. Einen ersten Gesamteindruck der aufregenden Metropole erhielten die Schüler gleich bei der Themsefahrt von Greenwich nach Westminster. Bei dieser ca. 1-stündigen Fahrt lassen sich fast alle bekannten Sehenswürdigkeiten Londons wie beispielsweise die Tower Bridge, der Tower of London, das Globe Theatre, die Millenium Bridge, St. Paul’s Cathedral, das London Eye, das Houses of Parliament mit seinem berühmten Big Ben, um nur die wichtigsten zu nennen, gut vom Schiff aus sehen. Nach dieser eindrucksvollen Fahrt ging es gemeinsam mit der Tube nach Covent Garden. Dabei wurden die Schüler bereits mit dem U-Bahn-System vertraut gemacht, denn im Anschluss durften sie selbständig in Kleingruppen einzelne Sehenswürdigkeiten mit der Tube anfahren und erkunden bis es gegen 19 Uhr wieder zurück nach Hastings ging.
Punting
Das Ausflugsziel des dritten Tages war die charmante mittelalterliche Universitätsstadt Canterbury. Dort angekommen, wurden die Schüler in zwei große Gruppen geteilt. Während die erste Gruppe vormittags die beeindruckende gotische Kathedrale von Canterbury - die seit 1988 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt - besuchte, durfte die zweite Gruppe beim sogenannten Punting entlang des Flusses Stour entspannen und die schöne Gegend und Natur genießen. Punting ist eine beliebte Freizeitattraktion in Canterbury und auch in anderen renommierten Universitätsstädten wie Cambridge und Oxford und ist vielleicht die britische Antwort auf die Gondeln von Venedig. Punting ist also eine Bootstour auf einem flachen Boot oder Stocherkahn, das von einem Punter (Bootsfahrer) mit einem langen Holzstock bewegt und gesteuert wird. Am Nachmittag wurden die Gruppen gewechselt. Dazwischen blieb den Jugendlichen noch genügend Zeit um die vielen Souvenir- und Klamottenläden unsicher zu machen.
Erst am letzten Tag konnten die Schüler ihre „Heimatstadt“ Hastings erkunden, bevor es bereits am Nachmittag wieder zurück nach good-old-Germany ging. Dabei stand der Besuch des Hastings Castle auf dem Programm. Auf der Burgruine angekommen, wurde den Schülern ein eindrucksvoller Film über die schicksalhafte Geschichte des Schlosses und der bekannten Battle of Hastings (1066) gezeigt, in der Wilhelm der Eroberer den letzten angelsächsischen König Englands besiegte und tötete. Im Anschluss daran standen noch zwei Stunden zur freien Verfügung, in denen die Jugendlichen die Stadt erkundeten, bei schönem sonnigen Wetter am Strand spielten oder sich mit dem nötigen Busproviant für die lange Heimfahrt eindeckten. Diesmal erfolgte die Überfahrt aufs europäische Festland nicht wie bei der Hinfahrt mit der Fähre über den Ärmelkanal, sondern mit dem Zug durch den Eurotunnel.
Am Freitagmorgen kamen die Schüler ziemlich erschöpft von der nächtlichen Fahrt und der anstrengenden Woche nach Sulzbach-Rosenberg. Die vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen von Land und Leuten werden ihnen sicherlich in guter Erinnerung bleiben. Am Ende waren sich auf jeden Fall alle einig:
"So kann ein Schuljahr immer ausklingen ! Statt 'Reif für die Insel' hieß es somit nach der Rückkehr 'Heiß auf die Sommerferien'! "

Doris Dikan, StR
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