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Einblicke in die Schwangerschaftsberatung
 
Die Diplomsozialpädagogin Maria Kohl berichtete am HCA - Gymnasium aus erster Hand von ihrer Schwangerschaftsberatung in Weiden und Amberg.
Sulzbach-Rosenberg In den katholischen Religionsunterricht der 10. Klasse am Herzog-Christian-August Gymnasium war auf Einladung der StRin Marianne Moosburger die Diplom-Sozialpädagogin (FH) und systemische Familientherapeutin Maria Kohl aus Weiden gekommen.

Im Stuhlkreis stellte sie das bekannte Caritas-Emblem und die Weidener Schwangerschaftsberatung und deren Ziel zu „beraten, helfen und sich engagieren“ vor. Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Entschieden handeln – für das Leben“ erläuterte sie die Verpflichtung zur Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen und den Rechtsanspruch auf Beratung. Diese erfolge auch anonym, so gewünscht, sei immer kostenlos und offen für alle Hilfesuchenden.
Auch Gespräche mit Vätern, die zunehmend ihre Partnerinnen begleiten würden, werden angeboten und dabei viele Fragen und Angebote dargelegt. Das Ziel sei immer „zur Annahme des Ungeborenen“ zu beraten und das breite Spektrum der Möglichkeiten auszuleuchten. Diese reichten von der wichtigen psycho-sozialen Unterstützung bis hin zu finanziellen Schenkungen. So stehen sehr unbürokratisch ein bischöflicher Fonds, Gelder der „Aktion für das Leben“ und auch staatliche Mittel zur Verfügung.
Zwar stelle diese kirchliche Stelle seit den bischöflichen Richtlinien von 2001 keinen Beratungsschein mehr aus, doch seien die Anfragen trotzdem hoch geblieben, erklärte Frau Kohl. Die Zahl der Konfliktberatungen stagniere auf zwei bis drei Prozent von den ca. 1 000 Personen, welche jedes Jahr beraten werden.
Die Diplom-Sozialpädagogin informierte die Schüler auch über die nun auch rechtlich gesicherte vertrauliche Geburt, bei der die Kinder mit 16 Jahren erfahren könnten, wer ihre Mutter sei. Daneben gäbe es weiterhin die „anonyme Geburt“, bei der keinerlei Informationen jemals weitergegeben werden. Die Schwangerenberatungsstellen seien hier federführend und würden alles Menschenmögliche tun, um eine Abtreibung zu verhindern, bis hin zu einer auswärtigen Unterbringung der Schwangeren und einer Fortsetzung der Bildung von betroffenen Mädchen und Frauen.
Unterstützend biete die Beratungsstelle auch Geburtsvorbereitungskurse, Babymassagekurse, PEKiP- Kurse, Kochkurse, Familienausflüge und einen gut gehenden Second-Hand-Laden für Mutter und Kind. Mit konkreten Fallbeispielen, Applaus und einem Blumentopf für die Referentin endete die spannende Unterrichtsstunde, in die sich die Schüler mit manchen brennenden Fragen einbringen konnten.

(Frau Moosburger)
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