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Glück
 
Auf Einladung der Religions- und Ethiklehrer am HCA-Gymnasium referierte Dr. Klaus Pünder in der Vorweihnachtszeit über „Glück“. StD Helmut Schneider begrüßte den Autor und Referenten vor den Gymnasiasten der Q 11 und wünschte „tiefes Begreifen“.
Dr. Pünder griff die äußeren Umstände, die innere Einstellung und die „Tools“, die „Werkzeuge“, zum Glück in einer sehr kurzweiligen und auch ernsten Art und Weise auf. Zwar sei man in Bezug auf sein Glückniveau genetisch relativ festgelegt, meinte der Autor, doch könne im Gegensatz zur Lust die stabilere Freude gut erarbeitet werden. Oft sei es die „Sicht der Dinge“ in unserem „Glücksentwicklungsland“, welche „aus Wunden Perlen“ werden ließe.
Größtes (Un)Glückspotential habe dabei oft der Eros, die Beziehung. Auch hier sei „PE“, „Persönliche Entwicklung“ vonnöten. „Inspiration und Intuition“ mit einer rechten inneren Einstellung gehören ebenso dazu. Auch gelte es „Menschlichkeit zu leben“, denn „Freude machen kann Freude machen“ und zur Selbsttranszendenz führen, einem Glück, welches „über den Menschen hinausgehe“.
Die „eigenen spirituellen Wurzeln entwickeln“ war dem gebürtigen Rheinländer sehr wichtig. Denn wenn „Sinn und Spiritualität“ zusammenkämen, habe man die „mächtigste Hintergrundressource“ überhaupt. Das Problem sei allerdings, dass im Glauben „immer Unsicherheit“ bleibe. Aber selbst ein Atheist bleibe beim „Vielleicht ist es doch wahr“ immer wieder hängen. Dr. Pünder riet mit Fjodor M. Dostojewski: „Riskiere (trotzdem) das vollständige Ja, bevor du alle logischen Gründe dafür hast!“. Dann sei Glauben ganz und gar nicht Opium, sondern werde zum Dynamit im Leben, welches beständigen Lebenssinn, Glück und Freude geben könne.
Wie Steinadlerküken müsse man aber den Sprung vom Steilhang des Lebens in die tieferen Schichten wagen. Doch wie diese dürfe man vertrauen, dass „die Flügel“ tragen werden. Wichtige Indizien für Gott sah er unter anderem in den vielen nachgewiesenen Nahtoderlebenissen und den selteneren mystischen Erfahrungen. Auch die Pascal’sche Wette, nach der ein rechter Glaubender nur gewinnen könne, erläuterte er kurz.
Mit dem Schlussappell, umgehend anzufangen, den Hyperkonsum zugunsten einer Persönlichkeitsentfaltung zu reduzieren, endeten zwei sehr gelungene Schulstunden und starker Applaus verabschiedete den Düsseldorfer und Wahl-Amberger.

Die Schüler der Q 11 am HCA dankten Dr. Klaus Pünder herzlich für sein Kommen und den „geglückten Vortrag“.

(Frau Moosburger)
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