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Regionalfinale "Jugend debattiert" am 22.2.2017 am HCA
 
„Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann.“ Dieses Zitat des österreichisch-britischen Philosophen Karl Raimund Popper kann man als Leitspruch für den Wettbewerb „Jugend debattiert“ hernehmen, an dem das HCA zum vierten Mal teilnahm. Dieses Jahr konnte das Regionalfinale sogar an unserer Schule selbst ausgetragen werden.
Wie jedes Jahr lernten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen zunächst schulintern in einem Rhetorikkurs, für den wieder die Rhetorik-Coaches Herr Thurner und Herr Matthalm gewonnen werden konnten, die elementaren Grundfertigkeiten des Debattierens; diese wurden dann in der Debattenschulaufgabe unter Beweis gestellt.
Darin werden aktuelle und gesellschaftlich-relevante Themen von den Schülern selbstständig vorbereitet. Eine Debatte (je zwei Personen vertreten das Thema auf der Pro- und Kontra-Seite) teilt sich dabei in drei Teile: die Eröffnungsrede, in der jeder Debattant ungestört zwei Minuten Redezeit erhält, danach die freie Aussprache, in der alle vier Teilnehmer zusammen zwölf Minuten debattieren können, und der Schlussrunde, wo noch einmal jeder eine Minute Zeit hat, seinen Standpunkt zu vertreten. Bewertet werden die Debatten nach den Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Gerade in unserer heutigen Zeit, in der die Demokratie und damit verbundene Werte wie die Meinungsfreiheit von verschiedenen Seiten bedroht werden, sind das argumentative Auseinandersetzen mit einem Thema und das sachliche Vertreten der eigenen Meinung unerlässlich.
Die Besten jeder Klasse qualifizierten sich dann für das Schulfinale am 2.2.2017 und in Folge dessen vertraten uns Katja Onischenko (9 F), Marlen Mühlberger (9FL) und Jonathan Schunk (9 L) in der Sekundarstufe I beim Regionalfinale. Bei diesem traten Schüler aus sieben verschiedenen Schulen (Gregor-Mendel-Gymnasium, Max-Reger-Gymnasium, Erasmus-Gymnasium (alle Amberg), Willibald-Gluck-Gymnasium (Neumarkt), Christoph-Jacob-Treu Gymnasium (Lauf a. d. Pegnitz) und Leibniz-Gymnasium (Altdorf) aus Mittelfranken und der Oberpfalz gegeneinander an. Organisiert wurde das Regionalfinale von Frau StRin Tonja Scherzer (Schulkoordinatorin „Jugend debattiert“) und tatkräftig und engagiert unterstützt von ihrem P-Seminar „Fit in Rhetorik“.
Um 10 Uhr begann der Wettbewerb, der von den Regionalkoordinatoren Daniela Albers-Kuntz und Ronald John eröffnet wurde, mit den Vorrunden der Mittelstufe. Dabei wurden die Fragen debattiert, ob im Deutschunterricht regelmäßig längere Gedichte auswendig gelernt werden sollen oder ob eine Kennzeichnungspflicht für Fleisch aus Massentierhaltung eingeführt werden soll. Zeitgleich fand das Halbfinale mit dem Thema „Soll in den Innenstädten das Betteln verboten werden?“ statt. Nach einer Mittagspause wurde im Finale der Sekundarstufe I die Bußgelderhöhung für die Verschmutzung des öffentlichen Raums erörtert, woraus Christoph Lösch (Gregor-Mendel-Gymnasium) und Rebecca Betz (Leibniz-Gymnasium) als Sieger hervorgingen. Bei der Sekundarstufe II konnte nach Debattieren der Frage, ob öffentliche Schwimmbäder Zeiten, in denen ausschließlich Frauen schwimmen dürfen, ausgeweitet werden sollen, Christoph Lösch und Joshua Eizenhöfer (beide Leibniz-Gymnasium) als Sieger benannt werden. Dazu beglückwünschen wir die Sieger und wünschen allen Siegern, die die Möglichkeit haben, am Landesfinale „Jugend debattiert“ in München teilzunehmen, schon jetzt alles Gute.

(Frau Scherzer)
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